Kräftemessen

Heute beginnt in der Champions League die Jagd auf Titelverteidiger Bayern München. Erneut werden sich 31 andere Teams der Aufgabe widmen, den Titelträger vom Thron zu stoßen. So wie auch schon die Jahre zuvor. Brisant ist in dieser Vorrunde, dass jeweils eine deutsche Mannschaft in der Gruppe auf einen englischen Vertreter trifft.

Nachdem sich im letzten Champions League Finale erstmals zwei deutsche Mannschaften gegenüber standen, sprachen viele Experten, und viele die gerne Experte wären, von einer Wachablösung im europäischen Fußball. Bayern und Dortmund seien nun die Nabel der Fußballwelt. Die deutsche Bundesliga ist endlich wieder wer im europäischen Fußball.

Bayern und Dortmund gehören nun zu den Favoriten

Von einer Wachablösung zu sprechen, ist wahrlich verfrüht. Dafür bedarf ist sicherlich noch ein, zwei weitere Jahre auf diesem konstanten Niveau. Zudem ist das Thema auch lang und breit schon diskutiert und besprochen worden. Allerdings könnte ein erster Beweis bereits in der Gruppenphase angetreten werden, dass die Bundesliga tatsächlich gegenüber der Premier League aufgeholt hat.

Waren es bis vor einem Jahr lediglich die Bayern aus München, denen ein Sieg gegen ein englisches Spitzenteam aus London oder Manchester zugetraut wurde, so hat die Borussia aus Dortmund in der letzten Saison gezeigt, dass auch sie in der Lage ist, dem englischen Fußball seine Grenzen aufzuzeigen. Bayern München als Titelverteidiger und Borussia Dortmund als Vorjahresfinalist werden dieses Jahr die Bürde der Favoriten tragen müssen.

Leverkusen wird zugetraut, eine gute Rolle dieses Jahr zu spielen

Das die Lücke zur Premier League aber noch weiter geschlossen werden kann, traut man auch dem Werksclub aus Leverkusen zu. Stefan Kießling spielt seit der letzten Saison in der Form seines Lebens und mit den spielerischen Fähigkeiten, die der Kader hergibt, traut man dem Kölner Vorstadtclub sogar das Weiterkommen in einer schweren Gruppe zu. Sueddeutsche.de geht sogar soweit zu sagen, es gibt es keinen besseren Zeitpunkt, als jetzt gegen die Red Devils zu spielen.

Lediglich Schalke, was ebenfalls heute in den Wettbewerb mit einem, zu diesem Zeitpunkt, dankbaren Auftakt daheim gegen Steaua Bukarest beginnt, schwächelt noch. Durch den Zukauf von Kevin-Prince Boateng scheint aber genau der Spielertyp hinzugekommen zu sein, der den Königsblauen noch gefehlt hat. Sechs Punkte aus zwei Spielen, seitdem der Hoffnungsträger in der Mannschaft ist, sprechen für sich. Zudem noch Matchwinner im Spiel gegen Mainz. Die Schalker scheinen sich noch rechtzeitig gefangen zu haben.

Die Chance, zu beweisen, dass die Bundesliga nicht mehr schlechter als die englische Premier League sein muss, haben die vier deutschen Vertreter selbst in der Hand. Jedes der deutschen Teams hat zwei Chancen, der Premier League zu zeigen, dass tatsächlich eine Wachablösung im Gange ist. Das man sich nicht mehr hinter Rooney, Lampard, Van Persie oder Kun Agüero verstecken muss, sondern das ein Kießling, ein Robbery, ein Reus und ein Draxler mittlerweile die besseren Fußballer sind. Freuen wir uns auf eine spannende Champions League Saison mit der ersten von acht englisch-deutschen Begegnungen:
Manchester United gegen Bayer Leverkusen.