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  • Thomas Dunkel

    Thomas Dunkel 9:52 am am May 27, 2015 Permalink | Antwort
    Tags: 1. FC Magdeburg, 1. FC Saarbrücken, Borussia Mönchengladbach, Kickers Offenbach, , Relegation, , Würzburger Kickers   

    Raus aus der Regionalliga – Relegation 2015 


    Zum dritten mal wird es drei Verlierer geben

    Freut sich eigentlich jemand auf die Aufstiegsspiele zur 3. Liga? Schwer zu glauben, sehen sich doch alle Teilnehmer der Gefahr gegenüber, dass ihre großartigen Saisonleistungen schon am Sonntag um 15:45 Uhr nichts mehr Wert sind. Fünf Meister und ein Vizemeister treten heute (19:00 Uhr) sowie am Sonntag (14:00 Uhr) gegeneinander an. Nur drei von ihnen werden die Früchte der Arbeit einer ganzen Saison ernten können.

    Die Aufstiegsspiele zur 3. Liga finden erst zum dritten Mal statt. Bisher konnten sich aus allen Ligen mindestens ein Team durchsetzen, bis auf die Regionalliga Bayern. Hier scheiterte 2013 zunächst die Reserve von 1860 München und 2014 das zweite Team des FC Bayern.

    Umso so höher man spielt, umso wichtiger wird das Marketing

    Jede Fußballmannschaft, die heute etwas auf sich hält, stattet ihren Marketingmix mit einem frechen Slogan aus. Dabei ist man meist vorsichtig, wenn man nach einer geeigneten Formulierung sucht. Understatement ist gefragt, sollen die Wortfetzen doch auch funktionieren, wenn es mal nicht so läuft. Dabei kommen dann eben auch mal etwas unpassende Kombinationen zusammen, wenn es darum geht zwei Aufstiegsspiele ambitioniert anzugehen. Sollte der 1. FC Saarbrücken nicht aufsteigen, können die Fans das durchaus verkraften, denn „Liebe kennt keine Liga (Ausrufezeichen)“. Nun gut. Allzu schwer. Sollte das mit dem Aufstieg aber auch nicht werden. Für die Hessen. In Würzburg plant man nämlich weder heute. Noch in Zukunft. Mit Spielen, die in eine mögliche Verlängerung gehen. „Kickers. 90 Minuten. Ein Leben lang (Punkt)“.

    Kickers Homepage

    Wenn man den einen Slogan eben nicht hat, nimmt man stattdessen zwei drei Hashtags und bemüht sich um eine ansprechende Gestaltung der Onlineauftritte. In Offenbach schaffte man dazu eigens den „je-desto-Satzbau“ ab und sah sich nach Photoshop-Effekten aus den 90ern um. Gelungen. Und während beim OFC #OneTeamOneDream #gemeinsam aufläuft und sich die Fans wohl sagen #Zusammeguggemers, will auch die #Sportstadt #Magdeburg #einmalimmer #‎gemeinsamsiegen‬. Tja, #werliebtderglaubt eben auch, dass #nurderfcm die Sache so richtig #anpacken kann.

    OFC Facebook

    Werden Bremen II – Borussia Mönchengladbach II #svwbmg

    Etwa 300 km trennen Bremen und Gladbach. Abgesehen davon scheint es einige Gemeinsamkeiten zu geben. In ihren jeweiligen Staffeln konnte man sich die Meisterschaft relativ knapp sichern. Erst am letzten Spieltag konnten sich die Bremer einen Vorsprung von drei Punkten auf den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg II herausarbeiten. Damit war man das einzige Team in der Relegation, dass bis zum Ende zittern musste. In den 34 Spielen errangen die Bremer 19 Siege und 10 Unentschieden, während beeindruckende 84 Tore erzielt wurden.

    Die Gladbacher Reserve sicherte sich die Viertligameisterschaft mit einem noch knapperen Vorsprung. Nur ein Punkt trennte die kleinen Fohlen vom Traditionsklub Alemannia Aachen. 21 Siege, 7 Remis und 77 Tore stehen am Ende einer starken Saison zu buche.

    Das Hinspiel am Mittwoch wird auf Platz 11 im Weserstadion ausgetragen, wo 5.500 Zuschauer Platz finden. Beim Rückspiel im Grenzlandstadion ist eine noch größere Kulisse zu erwarten, wenn bis zu 10.000 Fans ins Stadion strömen könnten.

    Übertragung: Als einzige Paarung der diesjährigen Relegation ist für #svwbmg bisher keine Liveübertragung geplant.

    1. FC Saarbrücken – FC Würzburger Kickers #fcsfwk

    Auch zwischen Saarbrücken und Würzburg liegen ca. 300 km. Eine solche Strecke legt man als Fan mitten in der Woche nicht mal eben zurück. Platz wäre allerdings genug. Mehr als 30.000 Zuschauer fasst das Saarbrückener Ludwigsparkstadion. Beim Rückspiel in der Würzburger flyeralarm Arena stehen immerhin 14.500 Plätze zur Verfügung.

    Der 1. FC Saarbrücken geht als einziger Tabellenzweiter in die Relegation. Dabei holte man ähnlich viele Punkte und Siege wie die Reserveteams von Bremen und Gladbach, schoss aber verhältnismäßig wenige Tore (55) und hatte zudem am Ende nur vier Punkte Vorsprung auf Platz 3. Ganze zehn Zähler trennten den FCS vom Meister aus Offenbach.

    Die Würzburger Kickers und ihr prominenter Trainer Bernd Hollerbach verwiesen in der Regionalliga Bayern die prominente Konkurrenz aus München auf die Plätze. 24 Siege und nur 2 Niederlagen führten am Ende zu herausragenden 80 Punkten. Die U23 des FC Bayern kommt am Saisonende auf 72, die Sechziger Zweite gar nur auf 63 Zähler. Nur 15 Gegentore zeugen dazu von einer enorm starken Abwehrleistung des Kickers.

    Übertragung:  Der BR sowie der SR zeigen das Hinspiel als Livestream im Internet. Das Rückspiel wird voraussichtlich live im TV zu sehen sein.

    1. FC Magdeburg – Kickers Offenbach #fcmofc

    Die Fans des FCM und des OFC haben im Rahmen der diesjährigen Relegation die weiteste Anreise in Kauf zu nehmen. Ganze 400 km liegen zwischen den Städten. Die Stadt Offenbach liegt im Regierungsbezirk Darmstadt, wo es derzeit fußballerisch einiges zu feiern gibt. Ob man den Lilien einen Aufstieg nachmachen kann liegt auch an den Kickern aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts.

     
  • Marc Fischer

    Marc Fischer 10:52 am am May 10, 2014 Permalink | Antwort
    Tags: , , , Borussia Mönchengladbach, , , , ,   

    Kaderplanung 

    Joachim Löw hat seinen Kader für die Weltmeisterschaft in Brasilien bekannt gegeben. Und plötzlich hat die Republik wieder 80 Millionen Bundestrainer. Die Diskussionen um die einzelnen Nominierungen sind vielfältig. Wir möchten den Debatten etwas Struktur verleihen und unterziehen den Kader einem kritischen Blick.

    Torhüter

    Mit Manuel Neuer, Roman Weidenfeller und Ron-Robert Zieler gibt es eigentlich keine Überraschungen auf der Position. Und dann auch irgendwie doch. Schaut man sich diverse Statistiken an, fällt schnell auf, dass weder Roman Weidenfeller noch Ron-Robert Zieler dieses Jahr herausragende Leistungen erbracht haben. In der kicker-Rangliste befindet sich der Dortmunder Schlussmann auf Platz 7, sein Kontrahent von Hannover 96 ist auf dem 8. Rang. Weitere Ranglisten (z.B. Sportal.de, weltfussball.de) sehen die beiden Torhüter sogar noch weiter unten.

    Roman Weidenfeller konnte seine starke Vorsaison, die ihn erst in die Nationalmannschaft gebracht hat, nicht bestätigen. Sein Ausreißer leistungstechnisch nach oben im letzten Jahr fand in dieser Saison keine Fortsetzung. Er pendelte sich wieder in sein normales und beständiges Niveau ein, was für einen teils überdurchschnittlichen Bundesligatorwart reicht. Ron-Robert Zieler ist dagegen eher ein wenig abgetaucht und hat sich diese Spielzeit sehr bedeckt gehalten, was sowohl Forderungen nach Spielzeiten in der Nationalelf angingen, als auch herausragende Darbietungen im Trikot von Hannover, mit denen er seinem Team wichtige Punkte gerettet hat.

    Natürlich, sollte alles seinen normalen Gang gehen, wird Manuel Neuer in allen Spielen zu Recht als etatmäßige Nummer 1 zwischen den Pfosten stehen. Trotzdem hat man es auch mit der Nominierung von Roman Weidenfeller ein Stück weit verpasst, dem Nachwuchs weitere Möglichkeiten zu bieten, sich auf einem hohen Niveau weiterzuentwickeln. Auffällig ist nämlich, dass in jeder der Ranglisten Bernd Leno, Ralf Fährmann und Marc-André ter Stegen grundsätzlich vor den beiden Nominierten stehen.

    Leno, Fährmann und ter Stegen sind die statistisch Besten

    Laut kicker spielte der beste Torhüter diese Saison nämlich in Leverkusen. Dabei war Leno nicht nur in der Liga ein Garant, sondern wusste auch mit starken Spielen in der Königsklasse zu überzeugen. Auf Rang zwei liegt etwas überraschend der Schalker Schlussmann Ralf Fährmann. Dieser hat zwar nur 21 der 33 Spiele diese Saison absolvieren können, jedoch hatte der Schalker endlich mal die Möglichkeit zu zeigen, wie viel Talent in ihm steckt, wenn man ihn denn auch lässt. Das Vertrauen der königsblauen Führungsriege zahlte der inzwischen 25 Jährige zurück und wurde deshalb nicht mal zu Unrecht von Manager Horst Heldt ins Gespräch gebracht.

    Mit Marc-André Ter Stegen folgt auf Rang vier eine der umstrittensten Personalien. Der Gladbacher, der aller Voraussicht nach der Saison zum FC Barcelona wechseln wird, leistete sich im Nationaltrikot gegen die USA im letzten Sommer einen seltsamen Aussetzer und hat auch sonst eine verheerende Statistik in der Nationalelf vorzuweisen. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass er in jeder seiner Partien für Deutschland eine Abwehr vor sich hatte, die grundsätzlich als Experiment verstanden werden musste und keinesfalls eingespielt war.

    Über die Saison gesehen waren aber sowohl Leno als auch Ter Stegen konstanter und ließen auch immer wieder mit starken Vorstellungen aufhorchen. Ralf Fährmann soll hier außen vor gelassen werden, da er erst seit dieser Halbserie stabile Werte präsentiert. Während Leno fast gänzlich fehlerfrei in dieser Saison blieb, leistete sich ter Stegen wiederum einen Bock in Braunschweig am 23. Spieltag, den er so schon zum zweiten Mal aufführte. Die Uraufführung fand im Nationaltrikot gegen die USA statt. Dies blieb aber der einzige Fauxpas des gebürtigen Mönchengladbachers, der sonst einen großen Anteil an der guten Platzierung der Fohlen in diesem Jahr hat.

    Mit Ron-Robert Zieler hat man zwar bedingt vermittelt, dass der Nachwuchs durchaus eine Rolle spielt, dass aber mit Sven Ulreich vom VfB Stuttgart und teilweise auch Kevin Trapp von der Frankfurter Eintracht zwei weitere junge und talentierte Keeper in den Rankings noch vor dem Hannoveraner stehen, lässt zumindest zweifeln. Das Zieler nominiert wurde, kann man als Vertrauensbeweis gegenüber dem Keeper werten. Dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass er in seiner Entwicklung in dieser Spielzeit eher stagniert ist, wohingegen Bernd Leno und Marc-André ter Stegen einfach auf ihrem Niveau weitergemacht haben und an ihm vorbeigezogen sind.

    Seite 2: Defensive
    Seite 3: Offensive

     
  • Marc Fischer

    Marc Fischer 7:49 pm am April 3, 2014 Permalink | Antwort
    Tags: Borussia Mönchengladbach, , Martin Dahlin, MD Management,   

    Martin Dahlin 

    Martin Dahlin

    In einer Zeit, bevor Ibrahimović seine Gegner zlatanisierte, bevor Henrik Larsson seine Dreadlocks durch Europa fliegen ließ und ein Fredrik Ljungberg als Model für Calvin Klein posierte, begeisterte bereits ein Schwede die Bundesliga.

    Mit Martin Dahlin hatte die Gladbacher Borussia Anfang der Neunziger Jahre einen Star in ihren Reihen. Der Sohn einer schwedischen Mutter und eines venezolanischen Vaters schoss in 125 Bundesligaspielen satte 60 Tore für die Fohlen. Immerhin der siebterfolgreichste Torschütze in der Geschichte vom VfL. Im schwedischen Nationalteam gelangen dem Stürmer in 60 Spielen 29 Treffer. 1993 wurde Dahlin zum schwedischen Spieler des Jahres gewählt und bei der anschließenden Weltmeisterschaft in den USA erreichte er mit den Tre Kronors den dritten Platz.

    1995 wurde er mit Mönchengladbach noch mal deutscher Pokalsieger, bevor er ein Jahr später nach Italien zum AS Rom wechselte. Diese Liaison war jedoch nicht von Glück geprägt, so dass  Dahlin bereits zur Rückrunde wieder nach Mönchengladbach zurückkehrte, wo er mit 10 Treffern zum erfolgreichsten Bundesligastürmer der Rückrunde wurde. Sein anschließender Wechsel in die englische Premier League zu den Blackburn Rovers verlief eher durchwachsen. In 26 Spielen gelangen „O.J.“, wie er aufgrund seiner Ähnlichkeit zu O.J. Simpson seit der WM 1994 in den USA genannt wurde, lediglich 4 Hütten. Eine Trainingsverletzung beendete die Saison vorzeitig für den Nationalspieler.

    1998 entschloss sich Dahlin zu einem Wechsel zum Hamburger Sportverein, wo er jedoch über die komplette Spielzeit nur 8 Einsätze verbuchen konnte und keine weiteren Bundesligatreffer mehr erzielte. Daraufhin beendete er 1999 seine aktive Karriere und hing die Fußballschuhe an den Nagel.

    Für die nächsten Jahre genoss Dahlin laut eigener Aussage das Leben und bereiste die Welt. Kurz darauf lernte er seine heutige Frau kennen. Bereits 1994 bekam der ehemalige Nationalstürmer eine Anfrage, eine Kollektion für ein Modelabel zu kreieren. Ging es zu Beginn lediglich um Hemden, bietet das Label dahlin, mit dem Claim „Lead. Don’t follow.“, heute auch Schuhe, T-Shirts und Pullover an. Mittlerweile gibt es in Schweden 340 Geschäfte, die seine Klamotten vertreiben und der Umsatz der Marke dahlin beläuft sich mittlerweile laut eigener Aussage auf 15 Millionen Euro.

    Der Fußball ließ den Schweden aber nie so recht los, jedoch kam die Trainerposition nie in Frage, weshalb sich Martin Dahlin seit 2002 als Spielerberater betätigt. Zu Beginn arbeitete er noch in der Agentur seines ehemaligen Manschaftskollegen Roger Ljung, in der Roger Ljung Promotion AB, bis er seine eigene Agentur MD Management gründete, in der sich hauptsächlich schwedische Spieler befinden. Prominenteste Namen in der Vita des Spielerberaters Dahlin sind unter anderem der Ex-Bremer Markus Rosenberg, heute Malmö FF, Ola Toivonen, ebenfalls schwedischer Nationalspieler in Diensten von Stade Rennais und Jonas Olsson, der seit 2008 beim englischen Club West Brom spielt.

    Martin Dahlin wohnt heute in Schweden, hat eine Frau und zwei Kinder.

     
  • Marc Fischer

    Marc Fischer 3:45 pm am November 21, 2013 Permalink | Antwort
    Tags: , , Borussia Mönchengladbach, , , Horst Steffen, Preußen Münster, Ralf Loose, Rot-Weiß Erfurt, Stuttkarter Kickers, Union Berlin,   

    Topduell 

    Super Bayern, Super Bayern, hey hey! gegen Heidi Heidi Heidi Heidi Hooooo, BVB, Null Neeeeeuuuuun!

    Das Highlight der Hinrunde steht an. Das alles elektrisierende Spiel der deutschen Bundesliga. Übertragen in mindestens 782 Länder dieser Welt. Live! Und mit Marcel Reif. Wer es noch härter braucht, darf im aktuellen Sportstudio später noch Béla Réthy zuhören. Der „deutsche Clásico“ überstrahlt alles. So der einhellige Tenor der Fußballfachmagazine und Expertenblätter. Aber tut er das wirklich?

    Seit Tagen nun ist die Presse voll von dem Thema FC Bayern gegen Borussia Dortmund. Zugegeben, auch wir sind vom Punkt kurz auf den Zug während des Länderspiels aufgesprungen. Es sind ja auch unbestritten die beiden derzeit besten deutschen Mannschaften, spielerisch gesehen, die dort aufeinander treffen.

    Ihre Erfolge, ihre Taktik, ihre Frauen… geht’s noch???

    Das es aber mit der Zeit ebenfalls die Fans gehörig nervt, die weder von Bayern noch von Dortmund angetan sind, scheint die Fachmagazine dabei nicht sonderlich zu interessieren. Jede Schlagzeile wird hochgepusht, jede noch so kleine Ungewöhnlichkeit wird zum Anlass einer Titelstory genommen. Der Ausfall diverser Spieler, ob auf der einen oder anderen Seite, kommt einer Staatstragik gleich.

    In den letzten Tagen vergeht keine Stunde, wo nicht einer der vielzähligen Ausfälle kommentiert wird, analysiert wird, darüber debattiert wird, wer eingesetzt wird und was die Konsequenzen für das Spiel letztlich sind. So kommt es, dass die Kaffeesatzleser mit den Glaskugelbesitzern diskutieren und sich jede noch so kleine Schlichtgestalt meldet und Senf dazu absondert. Die Krone setzt ein Vergleich mit dem Titel „Pep vs. Klopp: Ihre Erfolge, ihre Taktik, ihre Frauen“ auf. Wundern würde es mittlerweile nicht mehr, würden bei diesem Spiel der Spiele plötzlich auch Frauen auf dem Platz stehen. Unmöglich scheint in dem Duell der Superlative eh schon nichts mehr!

    Stattdessen wäre es schön, auch einen Blick für die anderen Duelle des Spieltags zu haben, denn auch dort ist genug Spannung geboten, rücken diese nur derzeit weit in den Hintergrund des „Topduells“. Bereits Freitag tritt die „Best of the rest“-Borussia aus Mönchengladbach bei ihrem Angstgegner aus Stuttgart an. Angstgegner? Jawohl, nur eines der letzten 14 Spiele konnten die Fohlen gegen die Schwaben gewinnen. Dieses jedoch ausgerechnet vor zwei Jahren in Stuttgart.

    Es scheint, als gebe es keine anderen Duelle an diesem Wochenende

    Desweiteren kommt es in der 2. Liga am Samstag ebenfalls zu einem Duell der Zweitliga-Giganten und Aufstiegskandidaten. Der Betzenberg in Kaiserslautern empfängt die Eisernen aus Berlin. Ebenfalls eine Begegnung, welche Spannung und Schönheit nicht von vornherein ausschließt, nur weil nicht München oder Borussia als Trademark draufsteht. Mit 1860 München gegen Greuther Fürth gibt es zudem noch ein Derby.

    In der dritten Liga treffen mit Rot-Weiß Erfurt und Darmstadt 98 zwei Teams aufeinander, die eher als Überraschungen der laufenden Saison zu sehen sind, zumal vor allem die Hessen letztes Jahr eigentlich sportlich abgestiegen waren und nur durch den Lizenzentzug der Kickers aus Offenbach in der dritten Liga verbleiben durften. Ein direktes Duell im Abstiegskampf steht in Münster auf dem Programm. Die Preußen spielen gegen den direkten Tabellennachbarn aus Stuttgart. Die Kickers aus Stuttgart trennten sich Ende September bereits nach zehn Spielen von ihrem Trainer Gerd Dais und installierten mit Horst Steffen den ehemaligen A-Jugendtrainer von Borussia Mönchengladbach. Preußen Münster erledigte diese Sache bereits zwei Wochen zuvor und hat mit Ralf Loose den ehemaligen Trainer von Dynamo Dresden an der Seitenlinie stehen.

    Spiele genug also, die ebenfalls für Gesprächsstoff sorgen sollten. Stattdessen hört man seit Tagen die ewig gleichen Protagonisten und Wortführer, die die immergleichen Hülsen absondern und von einem schweren Spiel sprechen, dass man von einer Vorentscheidung in der Meisterschaft noch nicht reden könne und das man alles geben müsse, um den Platz als Sieger zu verlassen. Man sehnt fast den 14. Spieltag herbei, damit es endlich vorbei ist.

     
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