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  • Marc Fischer

    Marc Fischer 5:02 pm am March 26, 2016 Permalink | Antwort
    Tags: , FC Bayern München   

    FC Bayern: Reform der Champions League – Fluch oder Segen? 

    Durch diverse Äußerungen von führenden Fußballfunktionären aus Europas Topligen in den letzten Tagen ist eine Diskussion in Gang gebracht worden, die dazu führen könnte, dass die Champions League reformiert wird. Wer aber wird davon profitieren und wer bleibt auf der Strecke?

     

    Wie die englische Zeitung The Guardian berichtet, plant die UEFA, die Gruppenphase in der Königsklasse zu verkleinern. Schon vor einigen Tagen wurde erneut der Ruf nach einer europäischen Superliga laut, unter anderem auch vom Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge. Die Argumentation ist dabei immer die gleiche: Weil die englischen Vereine finanziell davon ziehen, wollen Vereine wie der FC Bayern München oder weitere europäische Topklubs eine Superliga.

    Reformen in der Champions League werden angedacht

    Wie es scheint, knickt der Fußballverband nun wohl etwas ein. So soll eine Verkleinerung der Gruppenphase auf sechzehn Teams vorgenommen werden. Berufung auf einen Premier-League-Verein heißt es, dass es bei zwei Gruppen mit acht Teams zu mehr Duellen von Spitzenvereinen kommen könne. Die Rahmenbedingungen, wie sie derzeit sind, sind jedoch bis einschließlich der Saison 2017/18 festgeschrieben, so dass etwaige Änderungen erst danach greifen würden. Das neue Exekutivkomitee der UEFA könnte darüber aber wahrscheinlich Ende des Jahres entscheiden.

    Damit würde der Verband den Topklubs entgegenkommen, da so die Zahl von vermeintlich unattraktiven Partien gegen kleinere Kontrahenten verringert werden würde. Vorher sollen K.o.-Runden stattfinden, um unattraktivere Vereine auszusieben, für die Ausscheidung der letzten 32 Teams könnten die Top 16 Europas gesetzt sein. Denkbar wäre zusätzlich auch nach wie vor die Einführung einer europäischen Superliga, die oberhalb der bisherigen europäischen Wettbewerbe geführt wird.

    Der Abstand in den Ligen wird immer größer

    Schon zu Jahresbeginn hatte Rummenigge in seiner Funktion als Vorsitzender der European Club Association das Thema Superliga wieder aufgebracht. „Ich schließe es nicht aus, dass man in Zukunft eine europäische Liga gründet, in der die großen Teams aus Italien, Deutschland, England, Spanien und Frankreich spielen“, so der Vorstandsvorsitzende. Was er jedoch eigentlich mit seinem Vorstoß hofft, ist eine Art Setzliste, in der Mannschaften wie der FC Bayern, Juventus oder auch Barca und Real erst später in den Wettbewerb eingreifen müssen.

    Für die Bayern wäre dies natürlich ein Segen, da man so unattraktiven Gruppenspielen wie in Moskau, in Molde oder in Bukarest aus dem Weg gehen würde. Die eigenen Spieler würden geschont werden, man hätte die hochklassigen Gegner erst später im Modus und würde somit noch viel mehr Geld verdienen können, da die späteren Runden die viel größeren Prämien versprechen. Für alle anderen Vereine jedoch wäre dies nicht nur ein Schlag ins Gesicht, sondern die Schere zwischen Arm und Reich würde nur noch weiter auseinander gehen.

    Manifestation der großen Vereine

    Bereits jetzt hat der Rekordmeister einen mehr als zwanzigfachen Etat, den ein Aufsteiger in die erste Liga zu bieten hat. Auch die Traditionsklubs wie Stuttgart, Bremen oder Frankfurt hecheln nur noch hinterher und beschränken sich auf Schadensbegrenzung in Spielen gegen den Branchenprimus. Und schaut man unter den Deckel in Foren und Diskussionen, plädiert ein Großteil der Nicht-Bayern-Anhänger dafür, den Bayern ruhig die Superliga zu geben, sie aber gleichzeitig aus der Bundesliga dann auch ausschließen zu können. So würde die heimische Liga wieder spannend werden und die Attraktivität wäre gesteigert.

    Eine Reform wie sie jedoch nun geplant ist, mit einer Setzliste für Topteams, spielt nur den großen Vereinen in die Karten. War der Cup der Landesmeister damals tatsächlich nur für die Meister vorbehalten, die sich von Beginn an in Hin- und Rückspiel durchsetzen mussten, so ist die Königsklasse inzwischen zu einer Gelddruckmaschine für Topklubs verkommen, wo sich Jahr für Jahr die gleichen Teams im Viertelfinale wieder sehen und die immer gleichen Duelle austragen. Mit der Reform würde dieser Umstand nur noch zementiert werden. Für die Bayern ein Segen, für die Liga ein Fluch!

     
  • Marc Fischer

    Marc Fischer 11:28 pm am May 21, 2015 Permalink | Antwort
    Tags: , FC Bayern München,   

    Wettbewerbsverzerrung 

    Drei Niederlagen in Folge nach der gewonnen Meisterschaft. Rotationen und öffentlich kommunizierte Motivationsprobleme. Die Stimmen der Wettbewerbsverzerrung dieser Tage werden lauter.

    Weil die Münchner bereits am 30. Spieltag aufgrund der Niederlage des VfL Wolfsburg in Mönchengladbach auf der Couch Meister wurden, geht es für den Rekordmeister in der Bundesliga um nichts mehr. Wohl aber für siebzehn andere Vereine. Weil der FC Bayern aber die letzten drei Ligaspiele seither verloren hat, wird der Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung lauter. Denn die Niederlagen des Rekordmeisters haben auf allen Ebenen für Unruhe gesorgt.

    Im Kampf um die Champions League kam Bayer Leverkusen daheim zu einem 2:0 Sieg, der FC Augsburg konnte mit seinem Auswärtserfolg in der Allianzarena wichtige Punkte für die Euro League sammeln und der SC Freiburg hat nach 19 Jahren mal wieder ein Spiel gegen den übermächtigen Goliath im ärgsten Abstiegskampf gewonnen. Da der Serienmeister von der Isar in den 30 vorangegangen Spielen lediglich zwei Spiele verlor, liegt der Schluss nahe, dass man es in Bayern nach dem Gewinn der Meisterschaft etwas lockerer angehen lässt. Und bringt damit die Konkurrenz auf die Palme.

    Bayern wie einst Bremen

    Klaus Allofs, Sportdirektor des VfL Wolfsburg, sagte im Doppelpass bei Sport1, er vermisse etwas die Professionalität beim FC Bayern und zeigte Verständnis für den Ärger der anderen Clubs. Und tatsächlich, in den letzten 15 Jahren hat keine Mannschaft nach dem Gewinn der Meisterschaft die restlichen Ligaspiele verloren. Außer Werder Bremen in der Saison 2003/04, als die Norddeutschen am 32. Spieltag mit einem 3:1-Auswärtssieg in München die Meisterschaft perfekt machten. Danach gab es daheim im Weserstadion eine 2:6-Niederlage gegen Leverkusen und ein 1:3 bei Hansa Rostock. Sportdirektor damals: Klaus Allofs.

    Seit dem Bremer Titel gewann der FC Bayern sieben Meisterschaften, sechs davon vorzeitig. Dazu gab es jeweils einen Meistertitel für den VfB Stuttgart und den VfL Wolfsburg, beide erst am 34. Spieltag und zwei Titel für Borussia Dortmund, die jeweils am 32. Spieltag sicher waren. Es verlor aber kein Meister danach drei Spiele in Folge. Nicht mal, als die Münchner im letzten Jahr sogar schon am 27. Spieltag als frühester Meister der Bundesligageschichte feststanden. Jedoch wurde auch damals der Ruf nach einer Wettbewerbsverzerrung laut, als Pep Guardiola am 29. Spieltag gegen den FC Augsburg eine vermeintliche B-Elf auf den Platz schickte, und damit ebenfalls Unmut hervorrief.

    Charakterfragen und Mentalitätsprobleme

    Aber haben die Bayern die Spiele dieses wie letztes Jahr wirklich hergeschenkt? Im letzten Jahr machte sich Guardiola durch Wechsel in der Startelf durchaus angreifbar. Ein Ylli Sallahi hat seit dem Spiel gegen Augsburg im letzten Jahr niemand mehr gesehen. Ein Weiser und Höjberg aber durchaus. Darüberhinaus gewann der FC Bayern in der letzten Spielzeit am Ende dann doch recht souverän seine letzten vier Spiele mit einem Torverhältnis von 12:3.

    Auch in diesem Jahr ließ Guardiola nach dem gewonnenen Titel prompt rotieren. Gianluca Gaudino durfte nach langer Zeit mal wieder Bundesligaluft schnuppern und ein Rico Strieder dürfte nur den größten Experten und eingefleischtesten Fans ein Begriff gewesen sein. Jedoch hatten die Bayern in der gesamten Saison großes Verletzungspech, sodass Guardiola vor dem wichtigen Spiel gegen Barcelona schon fast gezwungen war, einigen Spielern eine Verschnaufpause zu gönnen. Und auch die Spiele gegen Augsburg und Freiburg sprechen in der Statistik klar für den deutschen Rekordmeister. Und Niederlagen gehören nun mal auch zum Geschäft. Auch wenn man schon Meister ist.

    Viel verheerender ist eher die gemeine Sprachregelung, nach der Guardiola in diesem wie auch im letzten Jahr die Bundesliga nach dem Gewinn der Meisterschaft für beendet erklärt hat. Nachdem die Bayern auch in diesem Jahr bereits frühezeitig nicht mehr vom Platz an der Sonne zu verdrängen waren, hat Pep denselben Fehler begangen wie zum Ende der letzten Spielzeit. Die Quittung haben die Münchner jeweils in beiden Halbfinalspielen der Champions League kassiert. Aufgrund dessen, dass der Trainer die Spannung herausgenommen hat, gab es krachende Niederlagen gegen Real Madrid und Barcelona. Damit wurden nicht nur entscheidende Saisonziele verspielt, sondern auch ein Höchstmaß an Respektlosigkeit gegenüber der restlichen Liga transportiert. Insofern ist es eher eine Mentalitäts- sowie Charakterfrage, der sich die Münchner mal ernsthaft stellen sollten, als dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung.

     
  • Marc Fischer

    Marc Fischer 7:21 pm am August 31, 2014 Permalink | Antwort
    Tags: FC Bayern München, Mehdi Benatia, Sommerschlussverkauf, Toni Kroos, Xabi Alonso   

    Sommerschlussverkauf 

    Mit Mehdi Benatia von AS Rom und Xabi Alonso von Real Madrid haben die Bayern kurz vor Transferschluss zwei namhafte Spieler verpflichtet. Die Vorgeschichte und Entwicklung dieser Wechsel wirft jedoch Fragen auf.

    Der FC Bayern München hat auf seine Verletzungsmisere vorhersehbar reagiert. Durch den Ausfall von Javi Martínez verstärkte sich der deutsche Rekordmeister mit Mehdi Benatia El Moutaqui von der Roma. Bastian Schweinsteiger plagt sich mit Patellasehnenproblemen herum und eine genaue Rückkehr ist noch nicht absehbar. So verpflichtete der Rekordmeister nach dem Weggang von Toni Kroos Welt- und Europameister Xabi Alonso vom Champions League Sieger Real Madrid.

    Teuerster Verteidiger der Liga

    Durch den Ausfall von Martínez und das Karriereende von Daniel Van Buyten sahen sich die Verantwortlichen gezwungen, im Defensivbereich nachzubessern. Mit Mehdi Benatia vom AS Rom glaubt man nun, die Lücke geschlossen zu haben. Diesen Transfer haben sich die Münchener schließlich auch 30 Mio. Euro kosten lassen. Damit ist Benatia direkt der teuerste Verteidiger der Bundesliga und nebenbei dritthöchster Transfer der gesamten Bundesliga-Geschichte. Davor stehen nur noch eben jener verletzte Martínez und Weltmeistermacher Mario Götze. Beide ebenfalls in Diensten der Münchener.

    In Rom wird man sich, trotz dieses Aderlasses, die Hände gerieben haben. Schließlich haben sie dort den Marktwert des Marrokaners innerhalb eines Jahres gleich mal verdoppelt. 2010 wechselte der Verteidiger aus der zweiten französischen Liga nach Italien zu Udinese Calcio. Zur letzten Saison lockte AS Rom den Nordafrikaner in die ewige Stadt, wo er einen Fünfjahresvertrag unterschrieb. Die Roma bezahlte 13,5 Mio. Euro und Benatia wurde italienischer Vizemeister. Nun, nach nur einem Jahr, hat der große FC Bayern zugeschlagen und den Spieler an die Isar geholt.

    Kein Platz für verliehene Spieler

    Nach der Rückkehr von Holger Badstuber, den Pep Guardiola in höchsten Tönen lobt, stellt sich zunächst die Frage, ob man tatsächlich 26 Millionen hätte investieren müssen, oder ob es nicht auch ein bisschen weniger getan hätte. Zum einen wird Martínez nicht ewig verletzt sein und es ist damit zu rechnen, dass es zur Rückrunde eng auf der Bank wird. Zum anderen hat man einen Spieler mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet, der voraussichtlich alle zwei Jahre pünktlich zum Rückrunden-Auftakt wegen des Afrika-Cups fehlen wird.

    Ein weiterer Aspekt, den man bei diesem Wechsel im Hinterkopf behalten sollte, ist auch die Personalie Jan Kirchhoff, den die Bayern vor einem Jahr vom FSV Mainz 05 verpflichteten. Mittlerweile ist der Innenverteidiger bis zum Ende der Spielzeit an den FC Schalke 04 ausgeliehen und könnte, soweit nichts anderes passiert, in einem Jahr als gestandener Bundesligaspieler mit internationaler Erfahrung nach München zurückkehren. Allerdings ist der Betrag für Mehdi Benatia auch eine Ansage an Jan Kirchhoff. Wirklich Platz schien man nie für den ehemaligen Mainzer gehabt zu haben.

    Eine lose-lose-Situation

    Ähnlich ungeschickt sieht bei genauerer Betrachtung die Verpflichtung von Xabi Alonso aus. Dafür muss man zuerst wenige Monate in die Vergangenheit blicken und sich die Vertragsgespräche zwischen Toni Kroos und dem FC Bayern vor Augen führen. Kroos wollte beim Rekordmeister verlängern, allerdings zu verbesserten Bezügen. Der Mittelfeldspieler wollte gehaltstechnisch aufschließen zu Mario Götze und Thomas Müller. Gar nicht so vermessen, als Strippenzieher des Weltmeisters und anerkannter Stratege in der Nationalmannschaft wie auch beim FC Bayern. Die Vorstellungen des Spielers, dessen Gehalt von 4,5 Mio. Euro auf 8 Mio. pro Jahr anzuheben, waren jedoch den Verantwortlichen zu viel. Mehr als 6 Mio. wollte man dem Spieler nicht zahlen. So ließ der Verein den passsichersten Akteur des gesamten Kaders neben Philipp Lahm zum amtierenden Champions League Sieger wechseln. In Spanien herzten und beglückwünschten sich alle und klopfen sich heute noch auf die Schultern für diesen Transfer.

    Kurz gesagt, die Bayern haben einen 24-jährigen voll integrierten Spielmacher mit herausragenden Qualitäten ziehen lassen, der noch nicht an seinem Zenit angekommen zu sein scheint und sich quasi den alternden 32-jährigen Mittelfeldstar vom Konkurrenten aus Spanien geangelt. Ein Tausch, in dem Bayern München, wenn auch nicht in diesem Jahr, als Verlierer hervorgehen wird.

    Kroos wäre billiger als der Alonso-Deal gewesen

    Nun war das Debüt des Spaniers auf Schalke keinesfalls so schlecht, dass es einen Wechsel nach München nicht rechtfertigen würde. Neun Kilometer Laufleistung, 90 Prozent angekommene Pässe, 88 Ballkontakte. Das alles nach nicht mal 70 Minuten. Starke Leistung für einen Spieler, der bis dato keine einzige Trainingseinheit mit seinem neuen Club absolviert hat. Über 90 Prozent angekommene Pässe betrug aber auch die Saisonleistung von Toni Kroos. Bei den Spielern mit den meisten Ballkontakten ist Kroos ebenfalls in den Top 10 der Liga der letzten Saison zu finden. Darüber hinaus besticht er mit einer hervorragenden Schusstechnik und einer enormen Handlungsschnelligkeit.

    Noch rätselhafter wird es, wenn man sich die kolportierten Zahlen ansieht. Acht Millionen Euro Ablöse gingen an Real Madrid, über sieben Millionen Euro soll angeblich das Gehalt von Alonso bei den Bayern betragen. So gesehen hätte man Toni Kroos einen Vertrag nach dessen Gehaltsvorstellungen geben können und wäre immer noch günstiger weggekommen. Ganz zu schweigen davon, dass man einen acht Jahre jüngeren Spieler mit erheblich längerem Potential behalten hätte. Denn während Kroos in zwei Jahren bei Real Madrid im besten Fußballeralter wirbeln kann, ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht mal so gering, dass sich der FC Bayern zur selben Zeit nach dem nächsten Mittelfeldregisseur umsehen darf.

    Panikkäufe mögen anders aussehen. Eine vernünftige Kaderplanung mit genügend Weitsicht allerdings auch.

     
  • Marc Fischer

    Marc Fischer 5:20 pm am May 2, 2014 Permalink | Antwort
    Tags: , Eintracht Braunschweig, , FC Bayern München, , , , , Lieberknecht, Mainz, Prinzen,   

    Schneckenrennen 

    Im Tabellenkeller liefern sich Braunschweig, Nürnberg und Hamburg einen harten Kampf um den Relegationsplatz. Der bewahrt den Inhaber zwar nicht vor dem drohenden Abstieg, lässt aber für zwei Extraspiele die Hoffnung am leben, das Ruder zum Klassenerhalt doch noch herumreißen zu können.

    So haben alle drei Mannschaften auch noch berechtigte Chancen, sich in den letzten beiden Spieltagen vor der Sommerpause den begehrten 16. Platz zu sichern. Wir beleuchten die derzeitigen Situationen der einzelnen Teams im Keller, wie gut die Gegner gerade so drauf sind und was man von den Schicksalsspielen erwarten kann.

    Eintracht Braunschweig

    Platz 18 in der Tabelle, die wenigsten Punkte, gemeinsam mit dem Hamburger SV die meisten Niederlagen und zwei Spieltage vor Schluss immer noch die Hoffnung auf den Relegationsplatz. Braunschweig hat immer noch die große Möglichkeit, die Saison mit einer kleinen Sensation zu beenden. Mit jedoch nur 28 geschossenen Toren sind die Braunschweiger das offensiv harmloseste Team der gesamten Bundesliga. Bei der Gegentor-Statistik jedoch beweisen die Niedersachsen durchaus, dass sie keine Fehlbesetzung in der Liga sind.

    Hier liegen die Löwen mit 56 Gegentreffern zusammen mit dem SC Freiburg auf Platz 11 der Tabelle. Fünf der sechs Siege in dieser Saison holte der BTSV im heimischen Eintracht-Stadion. In der Heimtabelle liegt man mit insgesamt 18 gesammelten Punkten sogar noch vor dem 1. FC Nürnberg und dem Hamburger SV. Auswärts hingegen holte die Eintracht erst magere 7 Pünktchen, wobei der einzige Sieg in der Volkswagen-Arena des VfL Wolfsburg (0:2) zustande kam.

    FC Augsburg (H)

    Ein Aufeinandertreffen mit den Schwaben gab es für die Löwen erst dreimal. Dabei spricht die Bilanz klar für den FCA. In der Saison 2006/07 traf man in der 2. Liga das erste Mal aufeinander. Das Spiel in Augsburg endete damals torlos, das Rückspiel beim BTSV am 33. Spieltag verloren die Löwen mit 0:1.

    Beim Hinspiel in der SGL Arena in dieser Spielzeit gingen die Braunschweiger mit 4:1 unter. Überragender Akteur auf dem Platz, nicht zuletzt wegen seiner beiden Treffer, war André Hahn. So sprangen aus den drei bisherigen Partien gegen Augsburg lediglich ein Punkt und ein Tor heraus. Augsburg hingegen holte in den drei Aufeinandertreffen bei 5:1 Toren sieben Punkte. Da die Augsburger noch um ihre Restchance kämpfen werden, einen Europapokal-Platz zu ergattern, ist kaum davon auszugehen, dass es der FCA zum Saisonausklang lockerer angehen lässt.

    BTSV-Trainer Torsten Lieberknecht traf als Spieler selbst zweimal auf den FC Augsburg. Als Spieler vom 1.FC Saarbrücken verlor er in Augsburg im September 2002 mit 0:3 recht deutlich. 2006 spielte Lieberknecht dann bei der Eintracht aus Braunschweig und erreichte dieses Mal in Augsburg immerhin ein torloses Unentschieden.

    TSG 1899 Hoffenheim (A)

    Für die Löwen aus Braunschweig sind es in dieser Saison die ersten Aufeinandertreffen mit der TSG aus Sinsheim überhaupt. Nie zuvor sind sich diese beiden Vereine über den Weg gelaufen und haben die Schienbeine gekreuzt. Die erste Partie in der Hinrunde im Eintracht-Stadion entschieden die Löwen kurz vor Weihnachten mit dem denkbar knappsten Ergebnis. 1:0 gewann der BTSV damals und sicherte sich damit drei ganz wichtige Punkte, um die Hoffnung, den Klassenerhalt zu schaffen, über die Winterpause hinüber zu retten.

    Dabei ist ein Auswärtssieg auch tendenziell gegen die Wundertüte Hoffenheim möglich. Die TSG hat mit 67 Buden zwar die drittmeisten Tore erzielt, hat aber mit 66 gefangenen Dingern auch die zweithöchste Anzahl an Gegentreffern zu verbuchen. Dabei steht der Verein insgesamt so solide im Niemandsland, wie es nur geht. Platz 9 in der Liga, bei zehn Siegen, elf Unentschieden und elf Niederlagen. Auch in der Heimtabelle steht man mittelfeldiger als alles andere. Das heißt Platz zehn mit sechs Siegen, sechs Unentschieden und vier Niederlagen. Für die vier Heimniederlagen waren Leverkusen (1:2), Bayern München (1:2), Hertha BSC (2:3) und Mainz 05 (2:4) verantwortlich.

    Der Verein von Dietmar Hopp steht also jenseits von Gut und Böse und dürfte eventuell mit Motivationsproblemen am letzten Spieltag zu kämpfen haben, sollte es nicht noch mal eine saftige Siegprämie regnen.

    1. FC Nürnberg: Seite 2
    Hamburger SV: Seite 3

     
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