Schlagwörter: Galatasaray Istanbul Kommentarverlauf ein-/ausschalten | Tastaturkürzel

  • Marc Fischer

    Marc Fischer 2:24 pm am November 5, 2014 Permalink | Antwort
    Tags: , , Galatasaray Istanbul   

    Standard 

    Der vorzeitige Einzug ins Achtelfinale der Champions League von Borussia Dortmund wurde von Fanausschreitungen, einer Menge Pyrotechnik und Spielunterbrechungen überschattet. Die Schuld dafür tragen aber nicht nur die Fans aus Istanbul.

    Schon vor dem Spiel feierten rund 1000 Anhänger von Galatasaray Istanbul am Dortmunder Friedensplatz und auf dem Weg Richtung Stadion ihre eigene verfrühte Silvesterparty. Im Signal-Iduna-Park setzte sich das Zündeln nahtlos fort. Es knallte und brannte über die komplette Spielzeit aus dem Gästeblock. Zwischendurch musste die Partie sogar unterbrochen werden, nachdem Mittelfeldspieler Shinji Kagawa vor dem Gästesektor eine Ecke für den BVB ausführen wollte und dabei mit Feuerwerkskörpern beworfen wurde. Dass kurz vor Spielende sogar benachbarte Fanblöcke mit Böllern und Leuchtraketen beworfen wurden, ließ die Polizei letztlich Ermittlungen „wegen versuchten Totschlags, Landfriedensbruchs, Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und des Versammlungsgesetzes“ einleiten. Erste Festnahmen soll es bereits gegeben haben.

    Auch der Dortmunder Anhang bekleckerte sich nach dem Schlusspfiff nicht mit Ruhm. Dadurch, dass die Heimfans das Stadion zuerst verlassen durften, nutzten einige Fans die Gelegenheit, die Sicherheitslinien zu überwinden und ihrerseits Angriffe auf die Gästekurve zu starten. Diese konnten nur mit Mühe durch die Polizei und die Ordner verhindert werden.

    Inkompetenz vor dem Gästesektor

    Der Sensationsgier folgend konzentrierte sich die mediale Aufmerksamkeit nach dem 4:1-Sieg der Dortmunder bisher ausschließlich auf die Krawalle sowie die Anhänger des türkischen Vizemeisters von 2014. Was aber in der Berichterstattung vollkommen untergeht, ist die Frage, wie überhaupt soviel Pyrotechnik ins Stadion geschmuggelt werden konnte? Bereits Mitte Oktober wurde Galatasaray Istanbul für seine feierwütigen und pyromanischen Fans von der UEFA zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro verurteilt. Grund war auch hier das stetige Abbrennen von Feuerwerkskörpern bei der Champions League Partie in London gegen den FC Arsenal. Die Problematik, dass die türkischen Fans vielleicht die eine oder andere bengalische Fackel mit sich tragen werden, wird also auch in Dortmund bekannt gewesen sein.

    Dass vereinzelt Pyrotechnik in einen Block gelangt, ist gänzlich sicher nicht auszuschließen und wegen der Schwere der Durchsuchungen sicher auch kaum möglich. Dass dort aber Material für ein 90 Minuten plus x andauerndes Feuerwerk in einem Gästeblock untergebracht werden kann von einer in dieser Hinsicht bekannt fanatischen Fangruppe, weist auch auf eine vollkommene Inkompetenz des Dortmunder Ordnungsdienstes hin. Bei normalen Ligaspielen beklagen sich Auswärtsfans mittlerweile über die Art und Weise, wie die Ordnungsdienste mit ihnen vor den Gästesektoren in Deutschland umgehen. Mit Ganzkörperkontrollen in speziell dafür aufgebauten Zelten vor zwei Jahren in München mussten sich einige Eintracht-Fans sogar sprichwörtlich nackig machen, um ins Stadion zu dürfen und ihr Team zu unterstützen.

    Verantwortung liegt auch beim BVB

    Insofern stellt sich schon die Frage, ob wegen vernachlässigter Sorgfaltspflicht den anderen Stadiongästen gegenüber nicht auch der Ordnungsdienst in Dortmund mal einer ordentlichen Prüfung unterzogen werden sollte. In der gestrigen sind die Ordner vor dem Gästeblock jedenfalls mit Ach und Krach durchgefallen. Wäre es wirklich durch die Pyrotechnik und die Angriffe auf Dortmunder Anhänger zu Verletzten gekommen, eine Mitschuld bzw. eine gewisse Verantwortung dafür hätte sicher auch der Ordnerdienst gestern übernehmen müssen, der schlichtweg einen miserablen Job gemacht hat.

    Es spricht auch nicht gerade von Reflexion auf Seiten des BVB, wenn dort die gegnerischen Anhänger an den Pranger gestellt werden, die eigenen Sicherheitslücken jedoch keinerlei Bedenken auslösen. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke resignierte mit den Worten: „Unser Ordnungsdienst hat extrem penibel kontrolliert, aber du kannst das ja nicht verhindern, wenn das so groß angelegt ist.“ Jedoch ist genau das die Aufgabe eines Ordnerdienstes. Über die Aussage, dass die gegnerischen Fans zudem erst eineinhalb Stunden vor dem Spiel am Stadion eintrafen und es deshalb nicht genügend Zeit gegeben habe, alle zu kontrollieren, darüber werden viele Auswärtsfahrer wohl eher müde lächeln können.

     
  • Marc Fischer

    Marc Fischer 2:56 pm am November 27, 2013 Permalink | Antwort
    Tags: , Benfica Lissabon, , FC Kopenhagen, Galatasaray Istanbul, Juventus Turin, , , Olympiakos Piräus, Paris St. Germain, , Real Sociedad San Sebastian, RSC Anderlecht, Schachtar Donezk, Viktoria Pilsen, ZSKA Moskau   

    Ausblick II 

    Die Champions League Vorrunde 2013/14 geht ihrem Ende entgegen. Vompunkt blickt auf die bisherigen Geschehnisse und Ergebnisse und wagt einen Ausblick auf die K.O. – Spiele.

    Gruppe A

    Nachdem in sechs Spielen insgesamt 18 Tore fielen (im Schnitt drei pro Spiel), geizte die Gruppe A mit dem Werksclub, den Red Devils, den Basken von San Sebastián und den „Bergarbeitern“ aus Donezk am 4. Spieltag mit Toren. Beide Male gab es ein torloses Unentschieden. Somit besteht zwei Spieltage vor Schluss noch für alle Mannschaften die theoretische Chance auf ein Weiterkommen. Die schlechteste Ausgangslage haben dabei die Spanier, die mit nur einem Punkt und erst einem eigenen Treffer am Tabellenende stehen. Jedoch hat „La Real“ die beiden Begegnungen gegen den vermeintlichen Gruppenfavoriten aus Manchester schon hinter sich gebracht und durchaus noch die Möglichkeit, mit zwei Siegen gegen die direkten Konkurrenten um Platz Zwei über eben jenen noch den Sprung in die K.O. – Runde zu schaffen.

    Sollte es jedoch den Rheinländern ihrerseits gelingen, gegen die Nordengländer einen Sieg einzufahren, könnte es sogar für United noch mal eng werden. Schachtar könnte so mit einem Sieg daheim gegen San Sebastián mit United punktemäßig gleichziehen und seine Ausgangslage erheblich verbessern für das abschließende Gruppenspiel auf der Insel. So wäre aber auch Leverkusen noch bis zum letzten Spiel gefährdet, auf Platz Drei abzurutschen und den bitteren Gang in die Europa League antreten zu müssen. Sollten die Basken einen Punkt in der Ukraine holen und Leverkusen daheim gewinnen, wäre der Werksclub bereits einen Spieltag vor Schluss für die K.O. – Runde qualifiziert und würde in der Champions League überwintern.

    Gruppe B
    Der wohl derzeit beste Spieler Europas in Diensten von Real Madrid hat in vier Gruppenspielen neun Scorerpunkte zu verbuchen. Cristiano Ronaldo stellt im Moment die gesamte Konkurrenz noch mal in den Schatten und versucht, seinen Kritikern mit aller Macht beweisen zu wollen, dass er mit seiner Entwicklung noch nicht am Ende ist. Acht Treffer erzielte der Portugiese bereits in der diesjährigen Champions League Saison. Wenig überraschend, dass die Königlichen für die Runde der besten Sechzehn bereits qualifiziert sind. Dahinter könnte sich jedoch die eine oder andere Überraschung in der Gruppe anbahnen. Die bereits jetzt schon größte Sensation ist, dass die „alte Dame“ aus Turin in einer Gruppe mit Galatasaray Istanbul und dem FC Kopenhagen nach vier Spieltagen bisher noch sieglos ist. Lediglich drei Remis erreichte Juventus, spielte dabei aber schon beide Begegnungen gegen den spanischen Vertreter.

    Besser sieht es da schon für die Dänen aus Kopenhagen und die Löwen von „Gala“ aus. Beide errangen jeweils einen Sieg und ein Remis und stehen mit vier Punkten auf den Rängen zwei und drei, haben jedoch ein schlechteres Torverhältnis als die Turiner, weil sich beide jeweils einmal von Real abschießen ließen. Dabei gewannen die beiden Teams auch gegen sich selbst. In der Türkei siegte der Verein aus Istanbul, in der dänischen Hauptstadt gewannen die Skandinavier. Sollte also „Juve“ auch nur eines der beiden Spiele gegen Kopenhagen oder in der Türkei verlieren, wären die Italiener, eigentlich als Favorit auf Platz Zwei hinter Madrid gestartet, sensationell gescheitert.

    Weiter geht es mit Gruppe C und Gruppe D auf Seite 2
     
c
compose new post
j
next post/next comment
k
previous post/previous comment
r
reply
e
edit
o
show/hide comments
t
go to top
l
go to login
h
show/hide help
shift + esc
cancel