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  • Marc Fischer

    Marc Fischer 10:12 pm am December 4, 2014 Permalink | Antwort
    Tags: Allofs, , Hoffenheim, , VfL Wolfsburg   

    Ausnahme 

    Der VfL Wolfsburg hat vor wenigen Tagen mit Sidnei Djalo einen 13 Jahre alten Jugendspieler verpflichtet. Manager Allofs verteidigt den Wechsel als Ausnahme. Jedoch ist es nicht das erste Mal, dass der VfL einen so jungen Spieler abwirbt.

    Auch wenn der Transfer durch einige Medien ging, so blieb der Wechsel von der Öffentlichkeit doch weitgehend verschont. Einzig die Rheinische Post, die Sport Bild sowie die beiden Portale Spox.com und Goal.com widmeten dem Fall ein paar Zeilen. Der VfL Wolfsburg hat (erneut) einen minderjährigen Teenager verpflichtet. Brisant an der Geschichte ist zum einen, dass der Club aus der Autostadt bereits 2012 einen 13-jährigen Jugendspieler verpflichtet hat, damals noch unter Felix Magath. Zum anderen, dass es erneut ein Jugendspieler des FC St. Pauli ist.

    Manager Klaus Allofs verteidigt den Wechsel von Sidnei Djalo und betont, dass es nur eine Ausnahme sei. Jedoch ist schwer vorstellbar, dass niemand den Manager auf den Fall von Alexander Laukart aufmerksam gemacht hat. Laukart ging im Januar 2012 ebenfalls als 13-jähriger vom FC St. Pauli zum VfL Wolfsburg. Die Worte von Joachim Philipkowski, Leiter des Nachwuchszentrums des Kiezclubs, sind heute wie damals haargenau die Selben. Zitat 2012: „Dieser Weg ist nicht richtig. Der Junge wird zu früh aus dem familiären Umfeld gerissen.“ Zitat 2014: „Hier wird aber ein 13-jähriger Junge in einer wichtigen Entwicklungsphase aus seinem gewohnten familiären und sozialen Umfeld gerissen, um in Wolfsburg unter vermeintlich besseren Bedingungen Fußball spielen und zur Schule gehen zu können.“ Alexander Laukart war damals bereits nach einem halben Jahr nach Hamburg zurückgekehrt.

    Allheilmittel Ganztagsbetreuung

    Weil auch Hoffenheim im Januar 2012 mit Nico Franke einen 13-jährigen Spieler von Tennis Borussia Berlin loseiste, löste diese Art von Transfers bereits eine Diskussion aus. Selbst UEFA-Präsident Michel Platini kritisierte seinerseits das Vorgehen der beiden Clubs mit den Worten: „Ich bin grundsätzlich gegen den Transfer von Minderjährigen.“ Pikanterweise trat auch Klaus Allofs auf den Plan, der 1899 Hoffenheim gegen die harsche Kritik in Schutz nahm. „Man muss aggressiv sein, sonst bekommt man keine Spieler“, so die Worte des Managers, damals noch bei Werder Bremen angestellt. Nico Franke spielt seit Mai 2013 bei RB in Leipzig in der U 17. Die Nähe und Sehnsucht zu seiner Heimat Berlin gibt er als Grund für den Wechsel nach Sachsen auf seiner Facebook-Seite an.

    Im Bezug auf Djalo versucht Allofs alles, dem Transfer die Brisanz zu nehmen und gesteht, dass dieser „durchaus außergewöhnlich“ ist. Er verweist jedoch darauf, dass auch die Eltern auf den Wechsel bestanden hätten und das in Wolfsburg alles für die Ausbildung der jungen Fußballer in Form von Ganztagsbetreuungen etc. getan wird. Das all die Psychologen und Pädagogen bei Alexander Laukart und Nico Franke ebenfalls nichts gebracht haben, wird ausgeblendet. Stattdessen hofft man erneut, bereits ganz früh den nächsten Superstar an Land gezogen zu haben. Das dieser noch minderjährig ist, scheint bei dem „modernen Menschenhandel“ (Zitat: Christoph Kramer) niemanden zu interessieren. Am allerwenigsten Klaus Allofs.

     
  • Marc Fischer

    Marc Fischer 5:20 pm am May 2, 2014 Permalink | Antwort
    Tags: , Eintracht Braunschweig, , , , , , Hoffenheim, Lieberknecht, Mainz, Prinzen,   

    Schneckenrennen 

    Im Tabellenkeller liefern sich Braunschweig, Nürnberg und Hamburg einen harten Kampf um den Relegationsplatz. Der bewahrt den Inhaber zwar nicht vor dem drohenden Abstieg, lässt aber für zwei Extraspiele die Hoffnung am leben, das Ruder zum Klassenerhalt doch noch herumreißen zu können.

    So haben alle drei Mannschaften auch noch berechtigte Chancen, sich in den letzten beiden Spieltagen vor der Sommerpause den begehrten 16. Platz zu sichern. Wir beleuchten die derzeitigen Situationen der einzelnen Teams im Keller, wie gut die Gegner gerade so drauf sind und was man von den Schicksalsspielen erwarten kann.

    Eintracht Braunschweig

    Platz 18 in der Tabelle, die wenigsten Punkte, gemeinsam mit dem Hamburger SV die meisten Niederlagen und zwei Spieltage vor Schluss immer noch die Hoffnung auf den Relegationsplatz. Braunschweig hat immer noch die große Möglichkeit, die Saison mit einer kleinen Sensation zu beenden. Mit jedoch nur 28 geschossenen Toren sind die Braunschweiger das offensiv harmloseste Team der gesamten Bundesliga. Bei der Gegentor-Statistik jedoch beweisen die Niedersachsen durchaus, dass sie keine Fehlbesetzung in der Liga sind.

    Hier liegen die Löwen mit 56 Gegentreffern zusammen mit dem SC Freiburg auf Platz 11 der Tabelle. Fünf der sechs Siege in dieser Saison holte der BTSV im heimischen Eintracht-Stadion. In der Heimtabelle liegt man mit insgesamt 18 gesammelten Punkten sogar noch vor dem 1. FC Nürnberg und dem Hamburger SV. Auswärts hingegen holte die Eintracht erst magere 7 Pünktchen, wobei der einzige Sieg in der Volkswagen-Arena des VfL Wolfsburg (0:2) zustande kam.

    FC Augsburg (H)

    Ein Aufeinandertreffen mit den Schwaben gab es für die Löwen erst dreimal. Dabei spricht die Bilanz klar für den FCA. In der Saison 2006/07 traf man in der 2. Liga das erste Mal aufeinander. Das Spiel in Augsburg endete damals torlos, das Rückspiel beim BTSV am 33. Spieltag verloren die Löwen mit 0:1.

    Beim Hinspiel in der SGL Arena in dieser Spielzeit gingen die Braunschweiger mit 4:1 unter. Überragender Akteur auf dem Platz, nicht zuletzt wegen seiner beiden Treffer, war André Hahn. So sprangen aus den drei bisherigen Partien gegen Augsburg lediglich ein Punkt und ein Tor heraus. Augsburg hingegen holte in den drei Aufeinandertreffen bei 5:1 Toren sieben Punkte. Da die Augsburger noch um ihre Restchance kämpfen werden, einen Europapokal-Platz zu ergattern, ist kaum davon auszugehen, dass es der FCA zum Saisonausklang lockerer angehen lässt.

    BTSV-Trainer Torsten Lieberknecht traf als Spieler selbst zweimal auf den FC Augsburg. Als Spieler vom 1.FC Saarbrücken verlor er in Augsburg im September 2002 mit 0:3 recht deutlich. 2006 spielte Lieberknecht dann bei der Eintracht aus Braunschweig und erreichte dieses Mal in Augsburg immerhin ein torloses Unentschieden.

    TSG 1899 Hoffenheim (A)

    Für die Löwen aus Braunschweig sind es in dieser Saison die ersten Aufeinandertreffen mit der TSG aus Sinsheim überhaupt. Nie zuvor sind sich diese beiden Vereine über den Weg gelaufen und haben die Schienbeine gekreuzt. Die erste Partie in der Hinrunde im Eintracht-Stadion entschieden die Löwen kurz vor Weihnachten mit dem denkbar knappsten Ergebnis. 1:0 gewann der BTSV damals und sicherte sich damit drei ganz wichtige Punkte, um die Hoffnung, den Klassenerhalt zu schaffen, über die Winterpause hinüber zu retten.

    Dabei ist ein Auswärtssieg auch tendenziell gegen die Wundertüte Hoffenheim möglich. Die TSG hat mit 67 Buden zwar die drittmeisten Tore erzielt, hat aber mit 66 gefangenen Dingern auch die zweithöchste Anzahl an Gegentreffern zu verbuchen. Dabei steht der Verein insgesamt so solide im Niemandsland, wie es nur geht. Platz 9 in der Liga, bei zehn Siegen, elf Unentschieden und elf Niederlagen. Auch in der Heimtabelle steht man mittelfeldiger als alles andere. Das heißt Platz zehn mit sechs Siegen, sechs Unentschieden und vier Niederlagen. Für die vier Heimniederlagen waren Leverkusen (1:2), Bayern München (1:2), Hertha BSC (2:3) und Mainz 05 (2:4) verantwortlich.

    Der Verein von Dietmar Hopp steht also jenseits von Gut und Böse und dürfte eventuell mit Motivationsproblemen am letzten Spieltag zu kämpfen haben, sollte es nicht noch mal eine saftige Siegprämie regnen.

    1. FC Nürnberg: Seite 2
    Hamburger SV: Seite 3

     
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