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  • Marc Fischer

    Marc Fischer 12:34 pm am December 17, 2013 Permalink | Antwort
    Tags: Arsène Wenger, , , , Manchester City, , Winterpause   

    Spannung 

    Klingt komisch, ist aber so: Die Premier League ist im Moment die ausgeglichenste und spannendste Liga in Europa!

    In der Bundesliga sind es nur noch wenige Tage bis zum Beginn der Winterpause. Fünf quälende Wochen, die ertragen werden müssen, bis zur Rückrunde. Tage voller bangen, hoffen und fachsimpeln. Bleiben wir dort oben? Kommen wir da unten noch mal raus? Allerlei Testspiele mit und ohne Wert werden ausgetragen. Siege werden als gut für das Selbstvertrauen deklariert, eine Niederlage gilt in erster Linie der Erkenntnis. Wichtige Spieler verletzen sich in unnötigen Hallenturnieren. Auf dem Transfermarkt wird wieder geschachert und gepokert. Soweit die interessanten Fakten einer Winterpause.

    Wer in dieser Zeit auf Fußball unter Wettbewerbsbedingungen nicht verzichten kann, sollte einen Blick nach England wagen. Auf der Insel gibt es keine Winterpause, die Serie wird einfach durchgespielt. Vor allem der „Boxing Day“ am zweiten Weihnachtstag und die Spieltage um die Feiertage herum erfreuen sich größter Beliebtheit, was dazu führt, dass viele prestigeträchtige Duelle in diesen Tagen ausgetragen werden. Und diese bieten in der englischen Premier League wieder Spannung, wie seit Jahren nicht mehr. Die Phalanx aus Manchester United, dem FC Liverpool und den beiden Londoner Clubs Chelsea und Arsenal dürfte endgültig aufgebrochen sein. Über Jahre hinweg waren die vier Mannschaften in der Premier League quasi unantastbar und fochten die Meisterschaft unter sich aus. Seit einiger Zeit schon mischt  das neureiche Manchester City das Quartett mächtig auf, was nicht zuletzt in der Meisterschaft 2012 gipfelte.

    Manchester United nur auf Rang 8, Luis Suarez bereits mit 17 Toren

    Zwar liegen mit dem FC Arsenal, dem FC Liverpool und dem FC Chelsea im Moment wieder drei von vier Mannschaften an der Spitze, dahinter tummelt sich jedoch eine ganze Schar von Teams, die die Meisterschaft in der Premier League diese Saison spannender halten, als es in jeder anderen Topliga Europas derzeit der Fall ist. Während in Spanien bis auf die erfreuliche Überraschung Atletico Madrid nur die Königlichen – mit wenigen Abstrichen – dem FC Barcelona noch folgen können, in der Serie A Juventus Turin alleine an der Spitze thront und der FC Bayern langsam aber sicher schon nicht mehr nur noch mit einem Fernglas, sondern mit einem Teleskop betrachtet werden kann, liegen in England zwischen dem Ersten und dem Achten nur zehn Punkte. Und den 8. Rang belegt derzeit Manchester United!

    Arsène Wenger, der seine 17. Saison mit Arsenal bestreitet, bekam zu Beginn der Saison das erste Mal richtig Gegenwind ob seiner Transferpolitik in den englischen Medien zu spüren und strafte allein mit der Verpflichtung Özils alle Gegner Lügen. Der Wechsel des deutschen Nationalspielers entfachte eine Euphorie im Lager der Gunners, die sie bis auf Platz 1 katapultierte. Unerwartet ist auch das erstarken der „Reds“ aus Liverpool, die etwas überraschend mit zwei Punkten Rückstand auf Rang zwei stehen, nachdem der Traditionsclub in den letzten Jahren etwas den Anschluss zu verlieren drohte. Besonders der uruguayische Nationalspieler Luiz Suarez glänzt derzeit beim Club von der Merseyside mit bereits 17 Saisontoren. Punktgleich mit dem FC Liverpool sind die „Blues“ aus dem Londoner Stadtteil Chelsea.

    Jeder kann jeden schlagen!

    In unmittelbarer Schlagdistanz gibt es mit Manchester City, den Toffees aus Everton, Alan Shearer’s Ex-Club Newcastle United und den Hotspurs aus Tottenham eine breite Nachhut, die sofort da ist, sollte eine der vorderen Mannschaften patzen. Und dann wäre da noch Manchester United, welches unter dem neuen Trainer David Moyes schon fünf Niederlagen kassiert hat, seinen Topteamstatus aber zweifelsohne nicht zuletzt auch in Leverkusen untermauert hat. Dass in dieser Liga derzeit jeder jeden schlagen kann, beweisen vor allem die Partien vom vergangenen Wochenende, wo die Citizens den Tabellenführer mit 6:3 nach Hause schickten und der FC Liverpool unter anderem durch einen Doppelpack und zwei Assists von Suarez in Tottenham mit 5:0 gewann.

    Die Premier League, welche als erste unter der immer weiter aufklaffenden Schere zwischen armen und reichen Clubs zu leiden hatte, erfährt gerade so etwas wie eine ungeahnte Renaissance. Wer also vom deutschen Titelkampf und der bayrischen Dominanz gelangweilt ist, wer Hallenturniere nicht als Budenzauber empfindet, wem sonst noch die drögen Trainingslagerberichte aus Belek und der Algarve auf den Wecker gehen, der tut gut daran, das Geschehen auf der Insel zu verfolgen. In England sind sie derzeit weiter weg von spanischen Verhältnissen, als man denken mag.

     
  • Marc Fischer

    Marc Fischer 2:56 pm am November 27, 2013 Permalink | Antwort
    Tags: , Benfica Lissabon, , FC Kopenhagen, , Juventus Turin, Manchester City, , Olympiakos Piräus, Paris St. Germain, , Real Sociedad San Sebastian, RSC Anderlecht, Schachtar Donezk, Viktoria Pilsen, ZSKA Moskau   

    Ausblick II 

    Die Champions League Vorrunde 2013/14 geht ihrem Ende entgegen. Vompunkt blickt auf die bisherigen Geschehnisse und Ergebnisse und wagt einen Ausblick auf die K.O. – Spiele.

    Gruppe A

    Nachdem in sechs Spielen insgesamt 18 Tore fielen (im Schnitt drei pro Spiel), geizte die Gruppe A mit dem Werksclub, den Red Devils, den Basken von San Sebastián und den „Bergarbeitern“ aus Donezk am 4. Spieltag mit Toren. Beide Male gab es ein torloses Unentschieden. Somit besteht zwei Spieltage vor Schluss noch für alle Mannschaften die theoretische Chance auf ein Weiterkommen. Die schlechteste Ausgangslage haben dabei die Spanier, die mit nur einem Punkt und erst einem eigenen Treffer am Tabellenende stehen. Jedoch hat „La Real“ die beiden Begegnungen gegen den vermeintlichen Gruppenfavoriten aus Manchester schon hinter sich gebracht und durchaus noch die Möglichkeit, mit zwei Siegen gegen die direkten Konkurrenten um Platz Zwei über eben jenen noch den Sprung in die K.O. – Runde zu schaffen.

    Sollte es jedoch den Rheinländern ihrerseits gelingen, gegen die Nordengländer einen Sieg einzufahren, könnte es sogar für United noch mal eng werden. Schachtar könnte so mit einem Sieg daheim gegen San Sebastián mit United punktemäßig gleichziehen und seine Ausgangslage erheblich verbessern für das abschließende Gruppenspiel auf der Insel. So wäre aber auch Leverkusen noch bis zum letzten Spiel gefährdet, auf Platz Drei abzurutschen und den bitteren Gang in die Europa League antreten zu müssen. Sollten die Basken einen Punkt in der Ukraine holen und Leverkusen daheim gewinnen, wäre der Werksclub bereits einen Spieltag vor Schluss für die K.O. – Runde qualifiziert und würde in der Champions League überwintern.

    Gruppe B
    Der wohl derzeit beste Spieler Europas in Diensten von Real Madrid hat in vier Gruppenspielen neun Scorerpunkte zu verbuchen. Cristiano Ronaldo stellt im Moment die gesamte Konkurrenz noch mal in den Schatten und versucht, seinen Kritikern mit aller Macht beweisen zu wollen, dass er mit seiner Entwicklung noch nicht am Ende ist. Acht Treffer erzielte der Portugiese bereits in der diesjährigen Champions League Saison. Wenig überraschend, dass die Königlichen für die Runde der besten Sechzehn bereits qualifiziert sind. Dahinter könnte sich jedoch die eine oder andere Überraschung in der Gruppe anbahnen. Die bereits jetzt schon größte Sensation ist, dass die „alte Dame“ aus Turin in einer Gruppe mit Galatasaray Istanbul und dem FC Kopenhagen nach vier Spieltagen bisher noch sieglos ist. Lediglich drei Remis erreichte Juventus, spielte dabei aber schon beide Begegnungen gegen den spanischen Vertreter.

    Besser sieht es da schon für die Dänen aus Kopenhagen und die Löwen von „Gala“ aus. Beide errangen jeweils einen Sieg und ein Remis und stehen mit vier Punkten auf den Rängen zwei und drei, haben jedoch ein schlechteres Torverhältnis als die Turiner, weil sich beide jeweils einmal von Real abschießen ließen. Dabei gewannen die beiden Teams auch gegen sich selbst. In der Türkei siegte der Verein aus Istanbul, in der dänischen Hauptstadt gewannen die Skandinavier. Sollte also „Juve“ auch nur eines der beiden Spiele gegen Kopenhagen oder in der Türkei verlieren, wären die Italiener, eigentlich als Favorit auf Platz Zwei hinter Madrid gestartet, sensationell gescheitert.

    Weiter geht es mit Gruppe C und Gruppe D auf Seite 2
     
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